Was kann die Radiologie zur Diagnose und zum Management von Infektionen mit Covid-19 beitragen?

Die Lunge ist bei Infektionen mit Covid-19 das Organ, was am häufigsten betroffen ist. Es hat somit die größte Bedeutung für das Outcome unserer Patienten. Wir haben deswegen mit Stephan Schwarz, Oberarzt der Radiologie im Klinikum Dortmund, über radiologische Diagnostik der Lunge und entsprechende typische Befunde gesprochen. Hier weisen wir auch noch mal darauf hin: der Wissensstand verändert sich täglich. Das Interview spiegelt also den Wissensstand zu Zeitpunkt wider und kann sich in einigen Wochen schon wieder geändert haben. Die typische Befundung eines Coronapatienten findet durch eine Real-time Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) statt. Stephan aber die Vorteile, die die Befundung  durch ein Low-dose CT der Lunge von Vorteil sein kann, um weitere Begleiterkrankungen zu entdecken.  Im CT lassen sich über den Verlauf der Krankheit unterschiedliche, sowohl typische als auch atypische Befunde erkennen.

Nach heutigem Stand verläuft Covid-19 in 4 Stadien

1. Initialstadium: Tag 0-4: Milchglas-Trübungen (typischer Befund)

2. Progressives Stadium: Tag 5-8: „Crazy paving“ (typischer Befund)

3. „Peak“-Stadium: Tag 9-13: Konsolidierung der Veränderungen in der Lunge

4. Absorbtions-Stadium ab Tag 14: Auflockerung der Lungenveränderungen

Abschließend diskutiert Stephan die aktuell existierenden Scores, die den klinisch tätigen Kollegen eine Hilfestellung im Hinblick auf den bestehenden Schweregrad der Erkrankung bieten soll. Hier allerdings werden derzeit viele verschiedene Ansätze diskutiert. Auch Differentialdiagnosen wie Lobärpneumonien, Tbc und opportunistische Lungeninfektionen werden zum Schluss des Interviews erwähnt.

Hier findest Du Stephans Empfehlung an hilfreichen und weiterführenden Links zum Thema Radiologie und COVID-19:

Hier auch noch unser Podcast zu Cov-19 und MS.

Viel Spaß beim Hören und Lernen – Bleib gesund!