Definition, Diagnostik und Behandlung der Herzinsuffizienz

Kardiologie als neuer Fachbereich im Klinisch Relevant Podcast

Neben den Fächern Neurologie, Psychiatrie, Gastroenterologie, Radiologie, Rheumatologie, Chirurgie und Pflegewissenschaft, sowie unseren Querschnittsthemen bieten wir Euch ab sofort auch Fortbildung-Podcasts aus dem Bereich Kardiologie.

Herzinsuffizienz als häufige kardiologische Erkrankung

Für den ersten Podcast aus dem Fachbereich der Kardiologie haben wir uns das Thema Herzinsuffizienz ausgesucht, da Dir dieses Krankheitsbild in Deinem klinischen Alltag sicherlich bei Deinen Patienten begegnen wird. Mit Dr. Andreas Barsuhn, Oberarzt der Kardiologie im Bethesda Krankenhaus Wuppertal haben diesbezüglich einen ausgewiesenen Experten im Interview.

Die chronische Herzinsuffizienz ist eine Erkrankung mit wesentlicher sozioökonomischer Bedeutung.

Die dekompensierte chronische Herzinsuffizienz ist einer der häufigsten Gründe für eine stationäre Aufnahme! Jede akute Dekompensation führt zu einer Verschlechterung der Prognose.

Die Erkrankung hat vielfältige Ursachen:

  • Koronare Herzerkrankung (KHK)
  • Art. Hypertonie inkl. einer hypertensiver Herzekrankung
  • Herzrhythmusstörungen, im besondere ein tachykardes Vorhofflimmern
  • Nicht-ischämische Kardiomyopathien unterschiedlichster Genese
  • Perikarderguss

Wichtige Kernsymptome:

  • Dyspnoe (Klassifikation nach den NYHA-Stadien)
  • Leistungsminderung
  • Flüssigkeitsretention mit Ödembildung
  • Nykturie
  • Gewichtszunahme
  • Trockener Husten

Wichtige Diagnostik:

  • Transthorakale Echokardiographie
  • Laborchemische Bestimmung des BNP / nt-pro-BNP
  • 12-Kanal-EKG

Brandaktuell:

Die nationale Versorgungsleitlinie „Chronische Herzinsuffizienz“, 3. Auflage, 2019.

Wichtige neue Einteilung:

  • Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion (HFrEF)
  • Herzinsuffizienz mit geringgradig eingeschränkter linksventrikulärer Ejektionsfraktion (HFmrEF)
  • Herzinsuffizienz mit erhaltener linksventrikulärer Ejektionsfraktion (HFpEF)

Die Therapie umfasst medikamentöse und nicht-medikamentöse Ansätze

  • Behandlung einer Grunderkrankung (z.B. Behandlung einer KHK oder Vitien)

Wichtige medikamentöse Prinzipien:

  • Diuretika
  • RAAS-Hemmer (z.B. ACE-Hemmer)
  • Beta-Blocker
  • Neprylisin-Inhibitoren
  • Wahrscheinlich wichtiger in der Zukunft: SGLT2-Hemmer

Wichtige nicht-medikamentöse Prinzipien:

  • Patientenedukation
  • Gewichtskontrolle
  • Bewegungstraining
  • Gewichtsreduktion
  • Apparative/operative Therapie
  • Defribillator-Implantation
  • Kardiale Resynchronationstherapie (CRT)
  • Herztransplantation

Viel Spaß beim Hören und Lernen!