Mit der Nervensonografie haben wir mittlerweile für viele Erkrankungen des peripheren Nervensystems ein verlässliches bildgebendes Untersuchungsverfahren, das neben der klinischen Untersuchung und den klassischen elektrophysiologischen Untersuchungen wie ENG und EMG wichtige Zusatzinformationen, z.B. im Hinblick auf Höhe und Art der Nervenschädigung liefern kann.

Josef Böhm gehört zu den wenigen Experten aus der Neurologie, die die Neurosonografie in Deutschland etabliert haben. Er wendet die Methode seit über 16 Jahren an und hat im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen viele Kollegen diesbezüglich fortgebildet.

In diesem Podcast gibt Herr Böhm einen Überblick über die zeitliche Entwicklung der Nervensonografie in Deutschland, sowie über die klassischen Indikationen und Stärken des Verfahrens. Gleichzeitig äußert er sich kritisch über die fehlende finanzielle Abbildung der Nervensonografie in der Kassenmedizin und darüber, dass die sonografische Untersuchung von peripheren Nerven bisher keinen Eingang in entsprechende Leitlinien gefunden hat.

So oder so ist es sicherlich richtig, dass die Nervensonografie eine viel breitere Anwendung finden sollte, um unseren Patienten bessere Aussagen zum Verlauf  von peripheren Nervenläsionen machen zu können, frühere Indikationen für chirurgische Therapieoptionen zu stellen und unnötige Diagnostik und operative Eingriffe zu vermeiden.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Hören und hoffe, dass Du durch diesen Beitrag animiert wirst, Dich selber mit der Nervensonografie auseinanderzusetzen,

 

Bitte verzeih die schlechte Tonqualität- das Interview ist zwischen Tür und Angel entstanden, aber inhaltlich, wie ich finde, sehr wertvoll!

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