Wie Roboter-gestütztes Gehtraining spastische Gangstörungen bessern kann

Roboter-gestüztes Gehtraining und Exoskelette in der Physiotherapie

Patienten mit infantiler Zerebralparese (ICP) kämpfen oft mit lebenslangen Einschränkungen und einem immobilitäts-bedingten hohen Sterberisiko. In einer weltweit ersten randomisierten klinischen Kontrollstudie mit pädiatrischen ICP Patienten wird in der Klinik für Manuelle Therapie (Hamm) der Einfluss roboter-assistiertem Gehtrainings mit dem Hybrid Assistive Limb (HAL®) System auf die Gehfähigkeit untersucht.
Das HAL® Exoskelett ist ein EMG gesteuertes Exoskelett, welches mittels vier Elektromotoren die Bewegungen der unteren Extremitäten verstärken und individuell unterstützen kann.
Weitere Impressionen zum HAL Projekt und dem praktischen Einsatz des HAL findest du unter
https://youtu.be/zeySwhjdgj8 und
https://youtu.be/xE3AMKz_dWw

Das Interview führt Prof. Dr. C. Grüneberg mit Fabian Moll. Fabian ist Physiotherapeut mit OMT Qualifikation und hat an der HS Osnabrück sein Masterstudium in muskuloskelettaler Therapie absolviert. Er arbeitet seit Ende 2019 als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem HAL® System in Hamm und behandelt als Physiotherapeut Schmerzpatienten. Zusätzlich arbeitet Fabian mit „Physio Consult Fabian Moll“ in den Bereichen OMT-Diagnostik und neurozentriertem Training mit Patienten mit komplexen Beschwerdebildern beratend und auf Anfrage.

Weitere Informationen: www.fabianmoll.de
Instagram: www.instagram.com/physio.consult/

Die Klinik für Manuelle Therapie, Klinik für Wirbelsäulen-, Gelenkleiden und Schmerztherapie ist eines der größten Schmerzzentren Deutschlands. Das multimodale und konservative Therapiekonzept beinhaltet Manuelle Medizin/Osteopathie, Psychotherapie, Physiotherapie, natürliche Heilmethoden sowie medikamentöse und interventionelle Schmerztherapie. Neben der stationären Schmerztherapie besteht eine Kinderstation zur Behandlung von primär pädiatrischen Patienten mit ICP. Weitere Informationen: www.kmt-hamm.de

Weitere Literatur zum HAL:
Mataki et al., 2018. https://doi.org/10.1186/s13104-018-3311-z
Matsuda et al., 2018a. https://doi.org/10.1589/jpts.30.207
Matsuda et al., 2018b. https://doi.org/10.1016/j.braindev.2018.04.004
Takahashi et al., 2018. https://doi.org/10.1589/jpts.30.1009